Weser-Radweg

Der Weserradweg: Märchenhaft schön!

Was haben der Seehafen in Bremerhaven, Strandbäder in Cuxhaven, die Rattenfänger-Stadt Hameln mit ihren zahlreichen romantischen Fachwerkhäusern sowie Minden mit seinen Zeugnissen der Weserrenaissance gemeinsam? Sie alle sind Orte am Weser-Radweg, der Radler vom Zusammenfluss von Fulda und Werra bei Hann. Münden entlang der Weser bis Bremerhaven und dann weiter nach Cuxhaven führt. Und sie alle machen deutlich, was Radler auf dem Weser-Radweg erwarten dürfen: Märchenhaftes, Romantisches und nicht zuletzt das weite Meer.


(Radler an der Weser)

Weite ist eins der Themen, denen man immer wieder auf dem Weserradweg begegnet, spätestens sobald man aus dem schönen Weserbergland in die ebenso schönen, aber völlig andersartigen nördlicheren Regionen wie die Mittelweser und die Wesermarsch wechselt. Hier reicht der Blick ganz weit in die relativ flache Landschaft, weil sich ihm nur wenig in den Weg stellt. Marsch, Geest und Moor prägen die Regionen.

 

Es ist so, als gewöhne sich das Land langsam ans Meer, je näher es der Küste kommt. Es übernimmt das Versprechen der Freiheit, der Grenzenlosigkeit, das das Meer dem Menschen seit Tausenden von Jahren gibt. Und so ist eine Reise auf dem Weser-Radweg auch eine gute Option, um den Alltag abzuschütteln und alltägliche Zwänge gegen die Freiheit zu tauschen. So etwas sollte man sich ab und an gönnen.

 

Erleben Sie einen herrlichen Radurlaub an der Weser. Rückenwind Reisen hat mehrere reizvolle Radreisen auf dem Weser-Radweg im Angebot. Vielleicht ist ja eine schöne Tour für Sie dabei?

 

Weser-Radweg: ein paar Zahlen und Fakten

Der Weser-Radweg zieht sich etwa 500 Kilometer lang durch Deutschland: vom Weserbergland bis zur Nordseeküste. Neben dem Mittelgebirge gehören die Mittelweser, Bremen, Wesermarsch, Bremerhaven und Cuxland zu den Regionen, durch die der Weserradweg führt. Größte Stadt am Weser-Radweg ist Bremen mit über 500.000 Einwohnern. Laut Radreiseanalyse 2013 des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) auf Basis von Daten des Weserbergland Tourismus e. V. nutzen jährlich etwa 55.000 Radtouristen den Weserradweg. Die Radreiseanalyse 2014 setzt den Weserradweg hinter dem Elbe- und dem Ostseeküsten-Radweg auf Platz 3 der Top-3 der meistbefahrenen deutschen Radfernwege.

Streckencharakteristik

Von ihrer Entstehung in Hann.Münden, wo die Weser aus Werra und Fulda hervorgeht, bis zur Mündung in die Nordsee bei Bremerhaven führt der Weser-Radweg bis nach Cuxhaven. Die Länge des Weser-Radweges beträgt ca. 515 Kilometer. Die Radroute entlang der Weser verläuft meist auf gut ausgebauten Radwegen, ruhigen Wirtschaftswegen und teilweise Landstraßen. Unbefestigte Abschnitte gibt es nur ab und zu und auch nie für längere Etappen. Steigungen bleiben Ihnen - außer von Abstechern durch das Weserbergland - fat vollkommen erspart.

Beschilderung

Der Weser-Radweg ist durchgehend mit einer eigenen Beschilderung ausgestattet. Diese werden ständig überarbeitet bzw. überprüft und ggf. erneuert.

Weser-Radweg für Familien

Der Weser-Radweg ist auch für Familien sehr gut geeignet, denn die Tour verläuft, mit ein paar Ausnahmen, immer auf ruhigen Landstraßen oder auf gut ausgebauten Radwegen. Ferner sind wir in Hann.Münden mit unserem Stationsleiter und Gepäckfahrer sowie auch in Bremen sehr gut vertreten - sollt es Schwierigkeiten geben sind für gerne für unsere jungen Gäste da. Ferner können Sie die Strecken auch mit dem Zug oder Schiff überbrücken. Aber gerade für Familien ist der Weser-Radweg sehr schön. Er bietet auch den kleinen Gästen sehr viel Ausflugsmöglichkeiten und ist teilweise sehr märchenhaft. Es erwarten Sie der Lügenbaron von Münchhausen oder auch der Rattenfänger von Hameln.

Hann.Münden

Der Uferstein in Hann.Münden ist Startpunkt der Weser. Hier entsteht aus dem Zusammenfluss der Werra und Fulda die Weser. "Wo Werra sich und Fulda küssen, Sie ihre Namen büssen müssen. Und hier entsteht durch diesen Kuss Deutsch bis zum Meer der Weser Fluss". Hann. Münden der 31. Juli 1899. Wer empfehlen Ihnen die Fahrt zum Weserstein schon am Anreisetag, da Ihr Starthotel in der Regel direkt am Weser-Radweg etwas weiter unten gelegen ist. Die Dreiflüssestadt Hann. Münden beeindruckt mit prachtvollen Gassen und imposanten Fachwerkgebäuden. Die Altstadt lädt zum Verweilen und Flanieren ein. Die zwischen 1155 und 1183 gegründete Stadt gelangte damals schnell zu Wohlstand und Reichtum. Der besondere Reichtum an Fachwerkformen und -stilen führt Sie schnell in diese Zeit zurück. Bummeln Sie durch die Gassen und entdecken Sie die Fachwerkbauten mit ihren Erkern, Inschriften, historischen Türen und Portalen.


(Fachwerk in Hann. Münden)

Die schönen Städte des Nordens

Backsteingotik, Weserrenaissance, Fachwerk und Reetdächer: Das sind nur einige der architektonischen Besonderheiten, auf die man trifft, wenn man auf dem Weser-Radweg einige der nördlicheren Städte in Deutschland durchfährt. Neben Architektur begeistern aber auch technische Meisterleistungen, Kunst und andere Zeugnisse von Kultur in den Städten am Weserradweg. Vier dieser Städte möchten wir hier etwas ausführlicher vorstellen:

 

Minden

Die Stadt Minden gehört zur Region Ostwestfalen-Lippe. Besonders reizvoll präsentiert sich ihre Altstadt rund um den über 1.000 Jahre alten Dom St. Gorgonius. In vielen Altstadt-Gassen fällt es nicht sonderlich schwer, sich in frühere Zeiten zurückzuversetzen. In der Stadt findet man Bauwerke aus historischen Stilepochen wie Romanik, Gotik, Weserrenaissance, Klassizismus und Historismus. Ein architektonisch prägendes Element ist das Fachwerk vieler Häuser, weshalb manche Minden auch als Fachwerkstadt bezeichnen. Die Fachwerkhäuser tragen nicht wenig dazu bei, dass sich Minden bisweilen sehr romantisch und märchenhaft präsentiert.

 

Der Dom ist Wahrzeichen Mindens, aber keineswegs das einzige sehenswerte Sakralbauwerk in der Stadt. Einen Besuch wert sind auch die St. Simeoniskirche sowie die Kirche des Klosters St. Mauritius. Reizvolle Profanbauten sind die Alte Münze sowie das Haus am Windloch, das als eins der kleinsten Gebäude in der Stadt gilt. Ein technisches Meisterwerk ist das Wasserstraßenkreuz, an dem der Mittellandkanal über die Weser geführt wird.


(Auf dem Weser-Radweg)

Bremen

Die Bremer Stadtmusikanten und der Roland sind wahrscheinlich die bekanntesten Sehenswürdigkeiten Bremens. Der Roland gehört zudem mit dem Bremer Rathaus, das als eins der bedeutendsten gotischen Bauwerke Europas gilt, zum UNESCO Weltkulturerbe. Rathaus und Roland stehen am beziehungsweise auf dem Bremer Marktplatz, den wiederum viele als einen der schönsten von Europa bezeichnen. Vielleicht macht man sich ja selbst vor Ort ein Bild davon, ob das stimmen könnte? Rund um den Marktplatz stehen imposante Bauwerke wie der St. Petri-Dom, der "Schütting" als Haus der Handelskammer sowie viele Kaufmannshäuser im Stil der Weserrenaissance.

 

Orte wie die Böttchergasse und die Schnoor sind weitere Gründe für einen Aufenthalt in Bremen. So präsentiert sich die Böttcherstraße mit attraktiver Backstein-Architektur und die Schnoor als  mittelalterliches Gängeviertel in Bremens Altstadt. Zum Ausgehen bietet sich die Bremer Schlachte an der Weser an, weil man hier zahlreiche Restaurants und Bars findet.

 

Wenngleich Bremerhaven heute den bedeutenderen Hafen besitzt, ist auch Bremen eine unter anderem von maritimer Wirtschaft geprägte Stadt. Hafenanlagen und Museen wie das Hafenmuseum Speicher XI, das Schulschiff Deutschland sowie der Museumshafen Vegesack machen deutlich, dass Seefahrt für Bremen eine große Rolle gespielt hat und noch immer spielt. Ein weiteres bedeutendes Bremer Museum ist das Überseemuseum, ein Völkerkundemuseum von europäischem Rang. 

 

Bremerhaven

Was sich in Bremen bereits bemerkbar macht, ist in Bremerhaven allgegenwärtig: die Bedeutung des Meeres für die Wirtschaft. Die Hafenanlagen wie die 7,8 Millionen m² großen Überseehäfen der Seestadt zählen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Es gibt zudem Museumsschiffe wie die Bark „Seute Deern“ und den Dampf-Eisbrecher „Wal“.

 

Ebenfalls der See gewidmet sind die „Havenwelten Bremerhaven“ mit Einrichtungen wie dem Klimahaus® Bremerhaven 8º Ost, dem Deutschen Auswandererhaus® Bremerhaven, dem Zoo am Meer sowie dem Deutschen Schifffahrtsmuseum. Türme wie der Leuchtturm Brinkamahof und der Pingelturm sind weitere Bauwerke, die der Lage Bremerhavens am Meer geschuldet sind.

 

Bremerhaven bietet sich natürlich auch für Bootstouren an, etwa für Hafentouren oder für Tagestouren, die Touristen beispielsweise nach Helgoland bringen. Strandurlaub ist in Bremerhaven übrigens auch möglich: am Weser-Strandbad.

 

Cuxhaven

Am Ende einer Fahrt auf dem Weser-Radweg in Richtung Norden erwartet Sie Cuxhaven. Bei einer Radtour zur Badesaison bieten sich hier natürlich ein paar Badetage an. Baden kann man etwa an den Sandstränden Duhnen, Döse und Sahlenburg sowie an den Grünstränden Grimmershörn und Altenbruch.

 

Das Meer bei Cuxhaven ist nicht alleine zum Baden geeignet, sondern auch für reizvolle Wattwanderungen im Wattenmeer, das heute zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört. Und natürlich lohnen auch die Häfen Cuxhavens einen Besuch, beispielsweise der alte Fischereihafen, an dem man unter anderem Krabben vom Kutter und frischen Fisch erhält.

 

Wahrzeichen der Stadt ist die sogenannte Kugelbake, die Schiffern früher als Orientierungshilfe gedient hat. Zusammen mit der ALTEN LIEBE, einer zweigeschossigen Aussichtsplattform am Meer, ist die Kugelbake ein Teil der sogenannten Maritimen Meile in der Stadt. Zur Museumslandschaft von Cuxhaven gehören unter anderem das Fischerei- und das Wrackmuseum.

 

Mehr Meer geht kaum? Stimmt! Aber selbst in Cuxhaven ist nicht jede Sehenswürdigkeit ganz eng mit dem Meer verbunden. Das gilt etwa für Schloss Ritzebüttel, eins der ältesten Profanbauten im Stil der Norddeutschen Backsteingotik.

 

Neben den hier ausführlicher vorgestellten Städten gibt es viele weitere, die eine Reise auf dem Weser-Radweg attraktiv machen, beispielsweise:

 

  • die Drei-Flüsse-Stadt Hann. Münden mit dem Zusammenfluss von Fulda und Werra sowie einem märchenhaft schönen und von viel Fachwerk geprägten Stadtbild,

 

  • Fürstenberg mit der 1747 gegründeten Porzellanmanufaktur,

 

  • Höxter mit dem Kloster Corvey, das als „Das Karolingische Westwerk und die Civitas Corvey“ Teil des UNESCO Weltkulturerbes ist,

 

  • Bodenwerder, die ehemalige Heimat des „Lügenbarons“ Karl Friedrich Hieronymus von Münchhausen,

 

  • Hameln, die Stadt des Rattenfängers, mit einem fast geschlossenen historischen Stadtbild aus vielen Fachwerk- und Steinhäusern,

 

  • die Reiterstadt Verden mit dem Dom zu Verden sowie dem Deutschen Pferdemuseum.

 

Teile des Weser-Radwegs führen über die Deutsche Märchenstraße, die „den Spuren der Brüder Grimm und ihrer Märchen- und Sagengestalten“ folgt. Auch deshalb ist eine Reise auf dem Weser-Radweg wohl immer irgendwie ein bisschen märchenhaft.

 

Gönnen Sie sich Märchenhaftes: mit einer Reise auf dem Weser-Radweg.

Grüne Täler, Marsch, Moor und das Watt

Es sind natürlich nicht alleine die kleinen und größeren Städte, durch die eine Reise auf dem Weserradweg attraktiv wird. Die Landschaften rund um den Weser-Radweg liefern ebenfalls gute Gründe für einen Radurlaub am Fluss. Der Weg führt durchs Mittelgebirge des Weserberglandes mit seinen grünen Tälern und Flussauen über die Marsch-, Geest- und Moorlandschaften der Mittelweser bis zur Wesermarsch, in der das Land von Deichen vor dem Meer geschützt wird. Auch die Wesermarsch ist von Marsch und Moor geprägt und bietet unter anderem Lebensraum für den in Deutschland selten gewordenen Weißstorch. Wenn Sie auf dem Weser-Radweg weiter nach Norden reisen, lernen Sie schließlich bei Cuxhaven das Wattenmeer kennen, das Tieren und Pflanzen einen einmaligen und faszinierenden Lebensraum bietet.

 

Genießen Sie bei Reisen auf dem Weser-Radweg die reizvollen Landschaften des Nordens.

Eine Reise auf dem Weser-Radweg überzeugt auch kulinarisch

Der Weserradweg bietet auch die Chance auf eine kulinarische Reise, die ihnen reichlich Gelegenheit gibt, die Spezialitäten norddeutscher Küche kennenzulernen. Vielleicht probieren Sie ja in Hameln einmal flambierte Rattenschwänze, die (keine Bange) keine echten Rattenschwänze sind, sondern leckere Schweinefiletstreifen. Für Viersen haben Mispeln eine große Bedeutung. Sie sind auch im Stadtwappen verewigt und werden in der Küche als Zutat verwendet. Mispel-Streuselkuchen ist ein Beispiel für die Köstlichkeiten, die mit dieser Zutat entstehen. Nienburg an der Weser ist eine Hochburg des Spargelanbaus in Deutschland. Hier ist also der richtige Ort, um Spargel-Gerichte zu probieren. „Nienburger Bärentatzen“, ein Biskuitgebäck, ist ebenfalls eine Spezialität der Stadt.

 

In Bremen könnte beispielsweise das Gericht Braunkohl und Pinkel (Grützwurst) auf den Teller kommen. Im Umland von Bremen heißt es GRÜNkohl und Pinkel. Weitere Bremer Spezialitäten sind Birnen, Bohnen und Speck, Hochzeitssuppe, Bremer Labskaus und gebratene Stinte. Stinte sind maximal etwa 30 Zentimeter lange Fische, die nicht nur gebraten, sondern beispielsweise auch geräuchert oder sauer eingelegt werden. Freunde von Fischgerichten können sich natürlich auch auf die weitere Reise auf dem Weser-Radweg in Richtung Meer freuen. In Cuxhaven haben Sie reichlich Gelegenheit, Krabben und Fisch zu probieren, etwa Gerichte mit Kabeljau, Scholle oder Schellfisch.

Mit Rückenwind Reisen unterwegs

Rückenwind Reisen ist ein deutscher Radreiseanbieter, der 2015 sein 25-jähriges Jubiläum feiert und Radreisen mit viel Liebe zum Detail entwickelt, was für besonders schöne Radreisen sorgt. Dadurch konnte Rückenwind Reisen mittlerweile zahlreiche Kunden an sich gebunden, die bereits mehr als einmal Radreisen beim Anbieter gebucht haben. Rückenwind Reisen bietet mehrere attraktive Touren auf dem Weser-Radweg an, die Sie zu den schönen Städten und Landschaften entlang der Weser bringen. Stöbern Sie doch ein bisschen im Onlinekatalog und lassen Sie sich inspirieren.

 

Hier finden Sie auch Informationen über den Donau-Radweg und Elbe-Radweg.

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