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Alter Hafen in Goes mit bunten historischen Häusern, vertäuten Segelbooten und ruhigem Wasser, das die Gebäude unter blauem Himmel spiegelt.

Fietstocht in Zierikzee

Unser Kollege war für Sie unterwegs und hat ein beliebtes Radreiseziel selbst besucht.
Alter Hafen in Goes mit bunten historischen Häusern, vertäuten Segelbooten und ruhigem Wasser, das die Gebäude unter blauem Himmel spiegelt.

Doe rustig aan - lass es ruhig angehen! 

Meer, Wind und Weite – Zierikzee ist der ideale Ausgangspunkt für eine Radreise in Zeeland: perfekte Radwege, malerische Küsten und historische Städte. Die Radtouren in Zeeland bieten viel Sehenswertes, tolle Natur und echte Erholung!

 

Anreise Zierikzee

Wir reisen mit dem Auto nach Zierikzee, denn hier gibt es keinen Bahnhof. Daher ist die Anreise mit dem PKW alternativlos. Wir kommen gut durch und sind bereits gegen 15:00 Uhr in Zierikzee. Wir haben uns vorher bereits überlegt nicht die Hotelgarage zu nutzen, sondern den nahegelegenen kostenfreien Parkplatz „Havenpoort P1“ der auch schon am Ortseingang ausgeschildert ist. Der Parkplatz ist riesig und es sind ausreichend Parkplätze vorhanden. Vom Parkplatz aus gehen wir mit unseren Koffern ca. 5 Minuten über eine Brücke und ein altes Stadttor zum Hotel. Der erste Eindruck ist super: das Hotel mit der schönen alten Fassade liegt direkt am alten Hafen von Zierikzee.

Der Eingangsbereich des Hotels wirkt sehr elegant und historisch. Wir werden freundlich empfangen. Der Check-In verläuft mehr als unkompliziert und wir erhalten unsere Zimmerkarte für das Zimmer 29 in der zweiten Etage, welches wir wahlweise über Treppen oder den Aufzug erreichen. Das klimatisierte Zimmer (ein Segen bei über 30 Grad Celsius) ist sehr individuell und luxuriös eingerichtet und mit bequemen Boxspringbetten ausgestattet. Das Zimmer verfügt über einen französischen Balkon mit Blick auf den Garten, es ist herrlich ruhig! Das Bad ist mit Milchglas und einer separaten Tür vom Rest des Raumes abgeteilt. Wir machen einen ersten Rundgang durchs Hotel: es gibt ein Bistro und das Gourmet Restaurant „Rootsch“. Wir hatten uns bereits zu Hause überlegt, dort essen zu gehen und können noch einen Tisch für den Sonntagabend reservieren.

Anschließend gehen wir in die Tiefgarage. Dort stehen in einem separaten Bereich die Fahrräder, darunter auch unsere gebuchten Leihräder. Die E-Bikes haben eine Satteltasche und eine Lenkertasche und sind startklar – wir aber noch nicht. Denn nun machen wir erstmal einen ersten Erkundungsspaziergang durch die Altstadt und kehren im „Zeeuwse Hemel“ zu Kaffe und Kuchen ein. Die Zitronentarte und der Pfirsich Cheesecake sind super lecker, ebenso die hausgemachten Limonaden. Anschließend ruhen wir uns noch etwas auf dem Zimmer aus und gehen abends im Restaurant „de Beuze“ essen, ebenfalls eine sehr gute Wahl. Viele essen hier frische Miesmuscheln, denn Zeeland und das nahegelegene Dorf Bruinisse ist bekannt für erstklassige Muscheln!

Eleganter Frühstücksraum mit türkisfarbenen Wänden, beigen Polstersitzen und großen Fenstern mit goldenen Vorhängen. Ein rotes Krabben-Kunstwerk hängt an der Wand.
Tag 2: Zierikzee – Colijnsplaat – Deltapark – Zierikzee

Die Wetter App sagt für den heutige Tag kräftigen Wind und eine geringe Niederschlagswahrscheinlichkeit voraus. So machen wir uns heute auf zu unserer ersten Tour rund um die Oosterschelde mit Besichtigung des Delta Parks. Die Eintrittskarten für den Delta Park sind im Reisepreis inkludiert und lagen bei Ankunft in unserem Zimmer. Wir steigen auf unsere Leih-E-Bikes startet die Navigation in der Rückenwind App und los geht’s! Als Erstes müssen wir die nahegelegene Zeelandbrücke queren. Die Brücke ist 5 Kilometer lang und ein sehr beeindruckendes Bauwerk. Der Wind bläst uns mehr als kräftig entgegen. Auf der Brücke angekommen, wird sie gerade geöffnet und wir warten, damit die Schiffe passieren können. Wir sind froh als wir die Brücke bei starkem Gegenwind wieder verlassen können und Richtung Colijnsplaat radeln, ein kleiner Ort, an dem an diesem Sonntagvormittag nicht viel los ist.

Wir fahren weiter entlang dem „Nationaal Park Oosterschelde“. In der Ferne ziehen dunkle Wolken auf, schnell vorangetrieben durch den immer noch starken Wind. Es fängt an zu regnen. Wir sind zwar vorbereitet, entscheiden uns aber für eine Pause an einem kleinen Deichwärterhäuschen. Hier harren wir über eine Stunde aus, denn es „schüttet“ nur so vom Himmel. So viel zur Wetter App und einer geringen Niederschlagswahrscheinlichkeit. Aber das Wetter an der Nordsee kann sich eben auch mal schnell ändern. Danach fahren wir weiter über die Deltawerke, einem Damm mit einem gewaltigen Schutzsystem aus Dämmen, Schleusen und Sturmflutwehren. Glücklicherweise ist es „nur“ noch stürmisch, der Regen hat nachgelassen. Wir freuen uns auf die Pause im Delta Park „Neeltje Jans“. Der Park (der Eintritt ist im Reisepreis inkludiert) bietet eine Mischung aus Information zu den Deltawerken und Unterhaltung. Es gibt eine 4D Vorstellung zur Flutkatastrophe von 1953, ein Seewasseraquarium mit Haien, Seehundshows, eine Bootstour und vieles Mehr. Auf der Rückfahrt bläst uns der Wind kräftig entgegen. Wir machen nur noch einen kurzen Fotostopp beim „Plompe Toren“ in Burgh-Hamstede.

Radfahrer wartet an geöffneter Klappbrücke der Zeelandbrücke bei roten Ampeln. Segelboot passiert die Wasserstraße darunter unter bewölktem Himmel.

Tag 3: Rund um das Grevelingenmeer

Unsere heutige Tour führt uns bei nun wieder sonnigem Wetter durch Zeeland und an den Ufern des Grevelingenmeer. Es ist das größte Salzwasserbinnenmeer Europas. Die Tour führt größtenteils über Deiche, Polderlandschaften und oft mit weitem Blick über das Wasser. Wir queren den Brouwersdam, wiederum ein gigantischer Damm, der die Nordsee vom Grevelingenmeer trennt. Auf der einen Seite breite Strände mit Surfern und Kitern und das ruhige Binnenmeer auf der anderen Seite. Diese Tour bietet immer wieder wunderschöne Blicke übers Wasser.

Wir erreichen Bruinisse, das Zentrum der Muschelfischerei in Zeeland mit großem Yachthafen und einem Fischereihafen. Der kleine Ort hat einige sehr gute Restaurants direkt am Wasser. Sehr zu empfehlen ist das Fisch- und Muschelrestaurant „BRU 17“ direkt am Hafen.

Weiter geht es durch Felder und Polderlandschaften in Richtung Zierikzee. Aus der Ferne sieht man bereits eines der Wahrzeichen der Stadt, der Turm des Sint-Lievens-Münsters, der hier aber liebevoll „De Dikke Toren“ genannt wird. Am Abend sitzen wir bei Salat und Wein am Hafen auf der Außenterrasse des „Eetcafé de Banjaard“ und genießen die Stimmung eines weiteren schönen Sommerabends am Wasser.

Panoramablick auf das Veerse Meer in Zeeland mit einem Segelboot an einem Holzsteg. Blaues Wasser erstreckt sich bis zur grünen Küste unter bewölktem Himmel.
Tag 4: Zierikzee – Goes – Zierikzee

Das Wetter spielt mit und wir queren heute als Erstes erneut die Zeelandbrücke. Dieses Mal aber ohne starken Gegenwind und bei schönstem Sommerwetter. Unser Ziel heute ist die Stadt Goes, bekannt als schöne Stadt mit vielen Einkaufsmöglichkeiten. Wir radeln wieder durch Felder, Polderlandschaften, oft direkt am Wasser und immer mit weitem Blick in die Ferne – das tut gut! Wir verlassen den Deich entlang der Oosterschelde und fahren landeinwärts Richtung Goes. Die Kleinstadt Goes in der Region Zuid-Beveland bietet einen schönen Hafen und historisches Flair. In der kleinen Stadt gibt es fast 300 Einzelhandelsgeschäfte – das Angebot und die Auswahl ist unglaublich. Auf jeden Fall macht es Spaß durch die kleinen Gassen des hübschen Ortes zu schlendern. Es gibt viel zu gucken, Einkehrmöglichkeiten gibt es Unzählige!

Am Abend gehen wir in die Brasserie Maritime, genießen dort auf der Terrasse unser ebenfalls im Reisepreis inkludiertes 3-Gang-Menü. Das Essen in der Brasserie ist super, fast alle Gäste essen hier Fisch und Meeresfrüchte. Es wird spät und nach einem langen Tag genießen wir das ruhige und kühle Zimmer im Hotel Mondragon!

Lebhafter Blumenladen in Goes mit bunten Blumen vor dem Geschäft. Die Fassade zeigt hängende Blumendekorationen und verschiedene Sträuße.
Tag5: Zierikzee – Veere – Zierikzee

Um es vorweg zu nehmen: die heutige Tour ist mit 74 Kilometern die Längste, aber für uns auch die schönste Tour dieser Reise. Es hilft nichts, aber zu Beginn der Tour müssen wir nochmal über die 5 Kilometer lange Zeelandbrücke. Glücklicherweise ist der Radweg komplett vom Autoverkehr getrennt, dennoch ist es auf der Brücke mit den vorbeifahrenden Autos recht laut. Durch die Zeeland typische Landschaft radeln wir nach Kamperland. Von dort fährt stündlich eine kleine Personen- und Fahrradfähre über das Veerse Meer nach Veere. Ein wunderschöner kleiner historischer Ort mit sehr hübscher Innenstadt und einem alten Hafen – die Niederlande wie aus einem Bilderbuch!

In Veere machen wir eine sehr schöne Schiffsrundtour über das Veerse Meer. Weil es heute sehr warm ist, es sind fast 35 Grad Celsius, machen wir auf eigene Faust eine Planänderung und fahren nicht zu der in den Reiseunterlagen empfohlenen Käserei, sondern in das nahegelegene Middelburg – ebenfalls ein wunderschöner Ort mit einer lebendigen Innenstadt mit vielen Läden und noch mehr Gastronomie. Wir machen eine Pause in der Brasserie Dolphyn und ergattern einen Tisch mit direktem Blick auf den Marktplatz. Die Rückfahrt entlang des Veerse Meers ist sehr schön mit tollen Ausblicken, aber am Ende sind es über 80 Kilometer geworden an diesem Tag und wir sind froh, als wir wieder im Hotel ankommen. Nach einer Pause im Hotel machen wir am Abend einen kurzen Spaziergang in Richtung Marktplatz und kehren im Restaurant „De Pizzeria“ ein. Der Service und die Küche (es gibt nicht nur Pizza) sind super und wir verbringen hier einen schönen letzten Abend.

 

Backsteinladen in Veere mit weißen Fenstern, bunten Blumenkörben, Vintage-Artikeln und einer Kreidetafel auf einer Kopfsteinpflasterstraße.
Abreise

Ein letztes Mal genießen wir auf der Außenterrasse unser Frühstück im Hotel Mondragon. Heute geht es leider schon wieder zurück nach Hause. Der Check-out war auch sehr unkompliziert und alle waren freundlich. Unsere Leihräder habe ich bereits gestern Abend wieder mit den Lenker- und Gepäcktaschen sowie abgeschlossen in der Tiefgarage abgestellt. Wir nutzen den Tag und machen noch einen Abstecher zum Strand von Oostkapelle. Bei einer Zeeland Reise muss man einfach die traumhaften breiten Nordseestrände von Zeeland gesehen haben!

Es gibt einen gebührenpflichtigen Parkplatz direkt beim Dünenaufgang von Oostkapelle. Von dort aus ist ein ca. 5–10 minütiger Spaziergang durch die Dünen und schon steht man am schönsten Strand! Es gibt einen Liegen- und Sonnenschirmverleih, Strandbars, Toiletten und Duschen/Trinkwasser am Strand. Wir haben Glück, es ist Hochwasser und man kann in dem flachen Wasser herrlich baden. Am späten Nachmittag machen wir uns auf den Heimweg. Bei maximal erlaubten Tempo 100 auf den niederländischen Autobahnen verläuft die Rückfahrt glücklicherweise stau- und baustellenfrei.

Reihe bunter Strandhäuser entlang des Sandstrandes in Oostkapelle, Zeeland. Grüne Dünen und klarer blauer Himmel im Hintergrund.

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