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Frau namens Olga mit Fahrrad vor historischem rotem Backsteinrathaus in Bad Bederkesa mit weißen Fenstern und Ziegeldach.
Frau namens Olga mit Fahrrad vor historischem rotem Backsteinrathaus in Bad Bederkesa mit weißen Fenstern und Ziegeldach.

Wir haben einen tollen Reisebericht von unserer lieben Kollegin Olga erhalten. In ihrem Beitrag gibt sie uns Einblicke von ihrer Tour durch das Moorheilbad Bad Bederkesa.

Im April 2026 ist Olga zu einer sechstägigen Radreise durch Bad Bederkesa aufgebrochen. In sternförmigen Tagesetappen hat sie die Region rund um Bad Bederkesa beradelt. 

In ihrem Bericht teilt sie ihre Eindrücke, ihre Highlights und einige praktische Tipps, um einen Vorgeschmack auf diese einzigartige Reise zu geben.

Tag 1: Anreise Bad Bederkesa

Meine Anreise nach Bad Bederkesa war sehr kurz, da ich auf der anderen Seite der Weser lebe. Die Entfernung beträgt nur ca. 80 km, sodass ich gefühlt nur kurz durch den Weser-Tunnel fahren musste und schon war ich da. Nach dem Check-In und Ausladen des Fahrrades habe ich mein Zimmer bezogen. Es war ein schönes Zimmer mit Balkon nach hinten raus und mit seinen 22 qm sehr geräumig. Die Kleiderschränke boten für alle meine Sachen ausreichend Platz.

Bis zum Abendessen nutzte ich die Zeit, um das Hotel und die Stadt zu erkunden. Vom Hotel bis zur Burg (Museum Burg Bederkesa) und zum Bederkesaer See sind es ca. 15 Min. zu Fuß. Auf meinem Spaziergang hatte ich das Glück eine Gruppe Mittelalterbegeisterter beim Nachstellen einer Schlacht zu beobachten, die von einem Filmteam begleitet wurden. 

💡 Mein Tipp: zum Durstlöschen ins Café und Restaurant Dobbendeel, dass direkt am Seeufer liegt, einkehren. 

Abends wartete ein leckers Abendessen im hoteleigenen Restaurant auf mich. Das erste Abendessen, ein 3-Gang-Menü, ist bei dieser Reise bereits inklusive. Hier kann zwischen einem angebotenen Menü oder, je nach belieben, aus einem selbst zusammengestellten Menü aus der Speisekarte, gewählt werden.

💡 Meine Empfehung: da das Restaurant nicht nur bei den Hotelgästen sehr beliebt ist, sollte bereits einge Tage vor der Anreise ein Tisch reserviert werden.

Modernes Hotelzimmer mit Doppelbett, grüner Blumentapete, weißem Sessel, TV und Holzschrank. Warme Beleuchtung schafft gemütliche Atmosphäre.

Tag 2: In die Wingst auf den Olymp

Bevor am zweiten Tag meine erste Radetappe in die Wingst und zum "Deutschen Olymp" startete, lockte das Hotelfrühstück mit herrlichem Kaffeeduft. Ab 7:00 Uhr morgens ist hier ein umfangreiches Buffet zu finden. Neben hausgemachten Wurstspezialitäten und Marmeldaden, kommen auch Vegetariar und Veganer voll auf ihre Kosten.

Frisch gestärkt für den Tag ging es dann los: Satteltasche gepackt, E-Bike geladen (in der Fahrradgarage gibt es ausreichend Steckdosen), die Navigations-App gestartet. 
Diese Etappe verläuft durch Holzurburg, am Helderner Kanal und Balksee vorbei, bis die Wingst erreicht wird. In der Wingst (Naturschutzgebiet) radeln Sie an dem Wasserwerk Wings vorbei, Richung Waldzoo und "Deutschem Olymp".


💡 Mein Tipp: Für eine kleine Rast eignet sich eine Sitzgruppe mit Brunnen am Wasserwerk.


👉 Meine Hightligts: Besuch des Wingster Waldzoo und des „Deutschen Olymp“.  Wenn Sie mit dem Zoo starten, erwerben Sie gleich eine Kombikarte und sichern Sie sich mit der Kurkarte, die Sie im Hotel erhalten, einen Preisnachlass. Im Zoo gibt es auch eine Möglichkeit für eine Rast inkl. Imbiss. Von dem Turm ("Deutschen Olymp") haben Sie eine wunderschöne Aussicht. Leihen Sie sich direkt an der Kasse ein Fernglas aus. Der Turm kann per Treppe oder Fahrstuhl erreicht werden. 

Nach Besichtigung des Zoos und des "Deutschen Olymps" geht es langsam wieder Richtung Bad Bederkesa, an Feldern (Rapsfeldern) und kleinen Orten mit Bauernhöfen, zurück. Hinter Stinstedt lohnt sich ein Abstecher zum Stinstedter See mit Beobachtungsturm (Schotter/Naturweg). 

☝️ Hinweis: bitte nehmen Sie sich Verpflegung mit, da es auf der Strecke kaum Lokale gibt, die vor 17 Uhr öffnen. 

Schotterweg gesäumt von hohen Bäumen und weißem Holzzaun rechts, grünes Gras und gelbe Wildblumen, blauer Himmel mit Wolken bei Bad Bederkesa.

Tag 3: Durch das Moor nach Otterndorf

Die heutige Tagesetappe führt Richtung Elbe. Vom Hotel aus radele ich erst durch die Stadt zum See und dann Richtung Norden. In Steinau lohnt sich ein Halt bei der St. Johannes Kirche mit ihrem außergewöhnlichen Glockenturm. Zwischen Steinau und Ihlienworth begegne ich vielen vierbeinigen Landbewohnern.

🍴 Einkehrmöglichkeit in Ihlienworth: Rüsch‘s Sommergarten oder Sietländer Bäckerei (bitte vorher über Öffnungszeiten informieren). 


💡 Mein Tipp: Besuchen Sie die Mühle Osterbruch und direkt dahinter den Beobachtungsturm mit einem schönen Blick über die Landschaft. Beide Orte bieten eine Möglichkeit zur Rast an. 

Der letzte Abschnitt bis Otterndorf führt über das sehr malerisches Dorf Pedingworth. In Otterndorf angekommen, stehen einem viele Möglichkeiten zur Einkehr oder zum Sightseeing zur Verfügung: Das Torhaus, Amtsgericht und das ehemalige Schloss, alte Lateinschule, Puppenstube, Kranichhaus usw. Die Bäckerei Sandkorn lockt mit leckerem Kuchen und Kaffee. 

👉 Mein Highlight: Ein Ausflug zur Elbe. Nach weiteren 3 km erreicht man die Otterndorfer Schleuse. Vom Deich aus bietet sich ein wunderbarer Blick über die Elbe. 
Beim Fischimbiss „Fish & Fun“ gibt es weit und breit den besten Backfisch, der frisch zubereitet wird. Dazu passt ein kühles „Flens“. 

Gutgestärkt geht es wieder zurück nach Bad Bederkesa vorbei an Feldern, Kanälen und dem Flögelner See. Kurz vor Flögeln komme ich an einem Beobachtungsturm, mit schönem Blick über den See, vorbei. 

Kleiner Hafen mit Segelbooten an Holzstegen. Links ein Backsteingebäude und Parkplatz, rechts grünes Marschland.

Tag 4: Kutterhafen Dorm an der Nordsee

Heute starte ich in die entgegengesetzte Richtung und radle zur Nordsee. Durch Fickmühlen mit dem Rittergut Valenbrook (im Privatbesitz) geht es zum ersten Zwischenstopp: das Kloster und Heimatmuseum in Neuenwalde, die nur nach Voranmeldung zu besichtigen sind. Der Klostergarten und der Kreuzgang stehen für Besucher offen und laden zu einem kleinen Spaziergang ein. Auch die Klosterkirche ist täglich für Besucher geöffnet. Ab hier geht es für mich non-stop nach Dorum-Neufeld

💡 Mein Tipp: ein Fischbrötchen und Pott Kaffee bei Peter’s Fischkombüse genießen mit schönem Blick auf den Kutterhafen. Für die Süßmäuler gibt es bei Neptun’s Baguetterie leckere Waffen, Crepes usw. 


👉 Mein Highlight: auf den Leuchtturm Oberversand steigen und die Aussicht über die Nordsee (Wattenmeer) und die Landschaft der Wurster Nordseeküste genießen. 
Auf dem Rückweg ein Stück auf dem Weser-Radweg bis Cappeln-Neufeld radeln bis es wieder ins Landesinnere durch die schöne Wurster Nordseeküste geht. Auf dem Weg liegen eine alte Mühle in Midlum und der Flögelner See. In Midlum hatte ich eine nette Begegnung mit einem Ziegenbauern und  konnte in einem interessantem Gespräch viel über Ziegenzucht erfahren.

Reiserad mit roten Packtaschen auf Hafenpromenade in Dorum-Neufeld. Steinmole und Leuchtturm über ruhigem blauen Wasser sichtbar.

Tag 5: Bremerhaven

Heute startet die längste Etappe dieser Reise und es geht nach Bremerhaven. Ich habe mir vorgenommen ohne viele Zwischenstopps direkt nach Bremerhaven durchzufahren, um mehr Zeit in Bremerhaven verbringen zu können. Da ich nicht so sportlich bin, habe ich mich vorab dafür entschieden diese Reise mit einem E-Bike zu fahren. 
Der Weg nach Bremerhaven führt durch den Drangstedter Wald und Spadener See vorbei. Entlang des Flusses Geeste erreicht man den Neuen Hafen mit den Havenwelten mit zahlreichen Museen und Shoppingmöglichkeiten. Alternativ lässt sich auch einfach vom Deich der Blick auf die Wesermündung genießen. 

💡 Mein Tipp: das Auswandererhaus, das Deutsche Schifffahrtsmuseum, der Simon-Loschen-Leuchtturm mit Schleuse zum Neuen Hafen und das ehemalige Schulschiff „Deutschland“.

👉 Meine Highlights: wenn ich die Wahl zwischen den Havenwelten oder dem Schaufenster Fischereihafen, die nur 2 km weiter südlich liegen, habe, dann entscheide ich mich für letztere. Für Fischliebhaber bleibt hier kein Wunsch offen. In dem kleinen Leuchtturm-Imbiss bekommt man die besten Fischbrötchen Bremerhavens. Bei Fiedlers genießt man eine schöne Auswahl an klassischen Fischgerichten, wie z.B. Scholle Finkenwerder Art. In der Fischräucherei Franke kaufen Kenner den frisch geräucherten Fisch von Makrele bis Aal - hier gibt es alles. Das Kolonialwarengeschäft bietet sich hervorragen an, um gleich ein paar Souvenirs für die Lieben zu Hause zu kaufen. 

Nach all den Eindrücken geht es wieder zurück nach Bad Bederkesa. Für die Rückfahrt habe ich mich entschieden, nicht der schönen Routenführung zu folgen, sondern auf den schnellsten Weg (Querfeldein 😉) zur radeln. Wenn Sie aber unserer schönen Streckenführung folgen, empfehle ich auf der Hälfte der Streck eine Pause in Köhlen im Museum & Café Yesterday einzulegen. 

Kopfsteinpflaster-Hafenplatz mit historischem Schiff, rot-weißem Leuchtturm und modernen Ufergebäuden unter blauem Himmel in Bremerhaven.

Tag 6: Abreise

Wie heißt es so schön? Man soll gehen, wenn es am schönsten ist. Die sechstägigie Tour rund um Bad Bederkesa ist schon wieder vorbei. Ich habe mich in dem Hotel sehr wohl gefühlt und habe auf den Tagesetappen viel gesehen und erlebt.

Mein Fazit: Bad Bederkesa und das Umland sind ein schönes Fleckchen Erde. Ich komme definitiv wieder!

Mein Nachhauseweg verlief über Bremerhaven, sodass ich mich noch mit leckerem Räucherfisch eingedeckt habe. 

Und zum Schluss noch ein paar allgemeine Informationen und logistische Empfehlungen für Sie: 

Fahrradtyp: auf Grund der Länge der Etappen empfehle ich diese Reise mit einem Elektrorad zu machen. Für geübte und sportliche Radler ist diese Tour aber auch mit einem Tourenrad zu genießen. Sprechen Sie uns gerne an, wir beraten Sie gern!
Verpflegung für Unterwegs: da viele ländliche Lokale erst nach 17 Uhr öffnen, bitte Verpflegung/Snacks und ausreichend Getränke mitnehmen. 

 

Rote Backsteingebäude eines Klosters mit blühendem weißen Baum im Innenhof. Blauer Himmel und grüne Vegetation umgeben die historische Architektur.

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