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Radfahrer auf asphaltierter Straße entlang der Alpe Adria Route mit grünen Hügeln, Wäldern und Bergen unter blauem Himmel mit weißen Wolken.

Mit dem Rad von den Alpen bis ans Meer

Der Alpe-Adria-Radweg
Radfahrer auf asphaltierter Straße entlang der Alpe Adria Route mit grünen Hügeln, Wäldern und Bergen unter blauem Himmel mit weißen Wolken.

Es gibt Reisen, die bleiben lange in Erinnerung. Nicht wegen eines einzelnen Highlights, sondern wegen der vielen kleinen Momente dazwischen. Unsere Radreise von Salzburg nach Grado war genau so eine Reise.

Sieben Tage lang folgten wir Flüssen und ehemaligen Bahntrassen, erklommen Pässe, durchquerten beeindruckende Bergwelten und ließen uns schließlich bis an die Adriaküste tragen. Jeder Tag brachte neue Landschaften, neue Eindrücke und neue Begegnungen mit Menschen, die dieselbe Leidenschaft teilen: das Reisen mit dem Fahrrad.

Diese Tour hat uns gezeigt, wie schön entschleunigtes Reisen sein kann. Statt möglichst schnell von A nach B zu gelangen, wurde der Weg selbst zum Ziel. Und genau davon möchte ich erzählen. 🚴‍♂️✨🌊

Tag 2: Von Salzburg nach St. Johann

Nach einem ausgezeichneten Frühstück mit allem, was das Herz begehrt – von Porridge über Hummus bis hin zu frisch zubereiteten Omeletts – starten wir voller Vorfreude in unsere erste Etappe.

Zunächst rollen wir gemütlich aus Salzburg hinaus und folgen der Salzach. Die Strecke führt uns nach Hallein, wo wir im Café Erisa eine erste Pause einlegen. Das liebevoll eingerichtete Café mit seinen zahlreichen kleinen Details ist eine echte Empfehlung.

Weiter geht es Richtung Golling. Immer wieder bieten sich fantastische Ausblicke auf die umliegende Bergwelt. In Golling machen wir einen kleinen Abstecher zum berühmten Wasserfall. Die sieben Euro Eintritt sind gut investiert, denn die Naturkulisse ist beeindruckend.

Anschließend führt die Route über den Pass Lueg weiter nach Tenneck und schließlich nach St. Johann. Unser Tagesziel ist das Hotel Martell, das uns mit herzlicher Gastfreundschaft und einem schönen Zimmer mit Balkon empfängt. Den Abend lassen wir bei einem hervorragenden Essen im Restaurant Havanna ausklingen.

Panoramablick auf ein Dorf in einem grünen Alpental mit bewaldeten Hügeln und Bergen unter blauem Himmel mit weißen Wolken.

Tag 3: Von St. Johann nach Obervellach

Heute erwartet uns eine abwechslungsreiche Etappe. Unser Tagesziel ist Obervellach, doch zunächst steht ein Besuch der beeindruckenden Liechtensteinklamm auf dem Programm.

Schon auf dem Weg dorthin treffen wir andere Radreisende. Diese Begegnungen gehören zu den schönsten Momenten einer solchen Tour. Immer wieder ergeben sich spannende Gespräche und interessante Einblicke in die Reisen anderer Menschen.

Die Liechtensteinklamm beeindruckt mich besonders. Gewaltige Felswände, tosende Wassermassen und die Kraft der Natur machen diesen Ort zu einem echten Highlight.

Zurück auf der Route geht es durch wunderschöne Landschaften stetig bergauf. Nach einem Mittagessen in Dorfgastein passieren wir Bad Hofgastein. Vor Bad Gastein wartet schließlich ein etwas anspruchsvollerer Anstieg von rund 1,7 Kilometern auf uns.

Oben angekommen werden wir mit dem Blick auf den berühmten Wasserfall von Bad Gastein belohnt. Kurz darauf setzt der erste und auf dieser Reise auch einzige Regenschauer ein. Wir fahren weiter nach Böckstein, wo wir die Bahn durch den Tauerntunnel nutzen. Wenig später erreichen wir Mallnitz und rollen die anschließenden sieben Kilometer bergab in Richtung Obervellach.

Unser Hotel Pacher begeistert mit einem wunderschönen Garten und einer einladenden Terrasse.

 

Radfahrer auf asphaltierter Landstraße durch grüne Wiesen mit Alpengebirgskette im Hintergrund unter bewölktem Himmel.

Tag 4: Von Obervellach nach Villach

Nach einem kräftigen Frühstück geht es weiter Richtung Villach. Die Temperaturen steigen inzwischen von Tag zu Tag.

Zum Glück entdecken wir unterwegs einen kleinen Bach beziehungsweise See, der sich hervorragend für eine erfrischende Pause eignet. Nach Abkühlung, Mittagssnack und einem kurzen Nickerchen im Schatten setzen wir unsere Tour fort.

In Villach erwartet uns das moderne Hotel Voco, direkt an den Drauterrassen gelegen. Das Haus verfügt über einen Wellnessbereich und bietet einen wunderbaren Blick auf die Drau.

Natürlich erkunden wir zunächst die Stadt. Villach lädt mit seinen charmanten Gassen und der entspannten Atmosphäre zum Bummeln ein. Am Abend gönnen wir uns schließlich ein besonderes kulinarisches Erlebnis im Restaurant Lagana.

Blick auf die Villacher Uferpromenade mit mehreren Wasserfontänen in der Drau. Historische Gebäude und ein Kirchturm am Flussufer sichtbar.

Tag 5: Von Villach nach Venzone

Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es um 09:45 Uhr zunächst mit dem Zug weiter. Die Fahrräder werden in einem separaten Waggon transportiert und alle helfen tatkräftig beim Verladen mit.

Unser Ziel ist Tarvisio. Die komplette Strecke könnte man auch radeln, dann würde die Tagesetappe knapp 100 Kilometer umfassen. Gemeinsam entscheiden wir uns daher für die Bahnvariante.

Am Bahnhof in Tarvisio sind wir zunächst etwas orientierungslos. Erst nach einem kurzen Moment wird uns klar, dass wir durch die Unterführung auf die andere Seite der Gleise müssen.

Dann beginnt einer der schönsten Abschnitte der gesamten Reise: die ehemalige Bahntrasse nach Venzone. Die alte Strecke wurde zu einem hervorragend ausgebauten Radweg umgestaltet. Kilometerlang rollen wir leicht bergab durch eine atemberaubende Berglandschaft, über alte Eisenbahnbrücken und vorbei an spektakulären Ausblicken.

In Pontebba legen wir eine kurze Pause ein, bevor wir unsere Fahrt fortsetzen. Unser Hotel Alma Living liegt direkt am Radweg. Zwar kann es mit den vorherigen Unterkünften nicht ganz mithalten, doch für eine Nacht ist es völlig ausreichend. Am Abend fahren wir noch mit dem Fahrrad ins historische Zentrum von Venzone und genießen dort unser Abendessen.

Schwarze Stahlfachwerkbrücke mit Radfahrer am Alpe Adria Radweg. Felsige Klippe mit grüner Vegetation erhebt sich hinter der Brücke unter blauem Himmel.

Tag 6: Von Venzone nach Udine

Da die Temperaturen inzwischen sehr hoch sind, starten wir bereits gegen 09:00 Uhr.

Die heutige Etappe führt uns über Venzone und Gemona in Richtung Udine. Die Berge lassen wir langsam hinter uns und erreichen eine typisch italienische Landschaft mit Weinbergen, Zypressen und sanften Hügeln.

Bereits gegen 13 Uhr erreichen wir Udine. Zur Belohnung gönnen wir uns zunächst ein Eis, bevor wir im Hotel Suite Inn einchecken.

Jedes Zimmer ist individuell gestaltet und besitzt seine eigene Farbe. Unser Zimmer ist rot. Obwohl wir sehr früh ankommen, dürfen wir bereits nach wenigen Minuten einchecken und finden unser Gepäck schon vor Ort vor.

Der restliche Tag gehört der Stadt. Udine begeistert uns mit ihrer schönen Altstadt, gemütlichen Cafés, kleinen Plätzen und einem lebhaften Flair. Besonders gefallen hat uns auch, dass am Wochenende Livemusik zusätzlich für mediterrane Urlaubsstimmung sorgt.

Enge Straße in Udine mit bunten historischen Gebäuden mit Arkaden. Olivenbäume rahmen die Fußgängerzone ein.

Tag 7: Von Udine nach Grado

Tatsächlich sind wir etwas wehmütig, denn der letzte Radtag beginnt schon. Diese Reise war sehr kurzweilige und hat uns bisher unglaublich viel Freude bereitet.

Da die Hitze inzwischen deutlich spürbar ist, fahren wir die letzte Etappe ohne längere Pausen durch. Schließlich lockt das Meer.

Gegen 14:00 Uhr erreichen wir Grado. Unser Gepäck ist zwar noch nicht angekommen, aber das stört uns wenig. Wir genießen zunächst ein kühles Getränk und können kurze Zeit später bereits unser Zimmer beziehen.

Am Nachmittag trifft auch das restliche Gepäck ein. Nun bleibt genügend Zeit, den Ort zu erkunden, durch die Gassen zu schlendern und die entspannte Atmosphäre zu genießen.

Da wir vorsorglich eine Zusatznacht gebucht haben, müssen wir uns nicht beeilen. So bleibt sogar noch Zeit für ein Bad im Meer – der perfekte Abschluss unserer Reise.

Radfahrer mit Tourenrad auf asphaltierter Landstraße durch landwirtschaftliche Felder. Zypressen säumen den Weg unter blauem Himmel auf der Alpe-Adria-Route.
Steinerne Festungsmauern mit rundem Turm und bunten Flaggen in Venzone. Kirchturm und Berge im Hintergrund unter blauem Himmel.

Fazit

Die Radtour von Salzburg nach Grado war für uns eine rundum gelungene Reise. Die Organisation war hervorragend, die Unterkünfte überwiegend sehr gut gewählt und der Gepäcktransport funktionierte zuverlässig. Besonders beeindruckt haben uns die abwechslungsreichen Landschaften: von den Salzburger Alpen über Kärnten bis hin zur italienischen Adriaküste.

Neben den landschaftlichen Höhepunkten bleiben vor allem die vielen kleinen Begegnungen mit anderen Radreisenden in Erinnerung. Genau diese Mischung aus Natur, Bewegung, Entschleunigung und Abenteuer macht eine solche Reise so besonders.

Eine Tour, die wir jederzeit wieder machen würden – und die wir allen empfehlen können, die Berge, Genuss und das Reisen mit dem Fahrrad lieben. 🚴‍♀️☀️🌊

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