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Frau mit Fahrrad vor Hotel Expo Backsteinwand mit Vier-Sterne-Bewertung. Bronzestatue zweier Radfahrer auf Bank neben ihr.
Frau mit Fahrrad vor Hotel Expo Backsteinwand mit Vier-Sterne-Bewertung. Bronzestatue zweier Radfahrer auf Bank neben ihr.

Der Radweg von Prag nach Dresden ist einer der beliebtesten und schönsten Radwege Europas.

Eine faszinierende Landschaft verbindet diese beiden geschichtsträchtigen Metropolen. Auf dem gut ausgebauten, falchen und meist asphaltierten Radweg entlang der Elbe radelt man an Burgruinen, Flusstälen und beruhigender Natur vorbei. Das Hightlight zum Ende der Tour ist für viele Radler der Bilck auf das Elbsandsteingebirge.

Historische Bauwerke, moderne Kontraste und eine barocke Altstadt - sowohl Prag als auch Dresden haben ihren ganz persönlichen Charme. 

Tag 1: Anreise nach Prag

Mit dem Zug erreichen wir nach einigen Stunden Prag. Im Hotel Expo angekommen, checken wir ein und packen unsere Koffer aus. Nach einer kurzen Ruhephase gehen wir zu Fuß zum VNITROBLOCK, ein Kulturzentrum im Prager Stadtteil Holešovice, und haben uns erstmal etwas Leckeres zu essen geholt.

Wieder zurück im Hotel hatten wir, mit weiteren Gästen, das Informationsgespräch mit dem Reiseleiter Radek. Wir haben viele informationen und Insider-Tipps zu unsere Radreise erhalten. Anschließend wurden die Leihräder übergeben, auf unsere Körpergröße eingestellt und ausprobiert.

Am Abend sind wir über die Troja-Brücke in die Prager Altstadt gelaufen. Neben einem leckeren Abendessen und unserer Tagesplanung für den morgigen Tag, konnten wir uns zum Abschluss einen wunderschönen Sonnenuntergang anschauen.

Prager Burg mit Veitsdom auf einem Hügel über historischen Gebäuden. Die Moldau fließt im Vordergrund unter blauem Himmel.

Tag 2: Prag entdecken

Nach einer angenehmen, ruhigen Nacht haben wir das üppige Frühstück genoßen. Von verschiedenen Eierspeisen und selbstgemachten Marmeladensorten bis hin zu Kuchen gab es wirklich alles, was das Herz begehrt. Da wir heute noch einen kompletten Tag in Prag zur freien Verfügung haben, besprechen wir beim Frühstück den Tag.

Wir beschließen in die Innenstadt zu gehen. Die Prager Altstadt eignet sich gut, um einfach zu bummeln, etwas zu essen und die einzigartige Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. An diesem Tag haben wir ziemlich viel von Prag gesehen. Unter anderem kamen wir am Nationalmuseum und Wenzelsplatz, an der St.-Nikolaus-Kirche und an der berühmten Karlsbrücke vorbei. An fast jeder Ecke lächelten uns die beliebten Trdelník (Gebäck) an. Die mussten wir natürlich probieren - ziemlich süß aber sehr köstlich. 

Später schauten wir uns noch das fußläufig vom Hotel gelegene Planetarium an, welches im schönen Stromovka-Park liegt. Im Sommer finden dort am Wochenende immer wieder Veranstaltungen statt, bei denen beispielsweise Sänger oder Gitarristen kostenlos auftreten.

Den Abend haben wir bei einem regen Austausch im Hotel ausklingen lassen.

Traditionelles tschechisches Trdelník-Gebäck gefüllt mit Vanille-Softeis und Karamellsauce, vor einer Café-Menütafel gehalten.

Tag 3: Prag – Mělník (ca. 55 km)

Frisch gestärkt packen wir die letzten Sachen in unsere Koffer, befestigen die Satteltaschen an den Rädern, schalten die Musikbox an und los geht es!
Die Strecke verlässt Prag Richtung Norden und folgt anschließend der Moldau. Unterwegs geht es durch immer grünere und ruhigere Abschnitte. Nach dem Trubel in Prag empfand ich diesen Wechsel als sehr angenehm. Unterwegs machen wir eine Pause in der Kavárna Rígrovka in Kralupy nad Vltavou. Die Torten werden dort frisch vor Ort zubereitet und sind auf jeden Fall einen Besuch wert.

Unser nächstes Etappenziel ist Mělník. Hier fließen Moldau und Elbe zusammen, was diesen Ort so besonders macht. Ab diesem Punkt folgt die Reise immer stärker der Elbe in Richtung Deutschland.

Kurz vor unserer Ankunft im Hotel Ludmila machen wir noch einen kleinen Abstecher zur St.-Peter-und-Paul-Kirche in Mělník. Entlang der Weinberge fahren wir bergauf, wo wir einen wunderschönen Blick auf den Zusammenfluss von Moldau und Elbe haben.

Die Strecke ist sehr gut zu befahren und man merke, dass sie auf Radfahrer ausgelegt ist. Entlang des Weges gibt es immer wieder kleine Cafés und Hütten direkt an der Moldau, an denen man sich etwas zu trinken oder zu essen kaufen kann. Ladestationen für E-Bikes und Toilettenhäuschen sind immer wieder vorhanden.


✨ Unsere Highlights:
•  Ein Picknick an der Elbe
•  Die großen Sonnenblumenfelder entlang der Strecke

 

Grüne Weinreben auf einem Hügel in Mělník mit Kirchturm und historischen Gebäuden im Hintergrund unter blauem Himmel mit Wolken.

Tag 4: Mělník - Litoměřice (ca. 50 km)

Am nächsten Morgen hat sich schon eine kleine Routine entwickelt: frühstücken, Sachen packen, Satteltaschen fertig machen und wieder rauf auf das Fahrrad. 

Die Strecke führt über Roudnice in Richtung Terezín, bevor wir Litoměřice erreichen. Ungefähr auf der Hälfte machen wir eine längere Pause und essen im Restaurace Maják. Dort treffen wir weitere Rückenwind-Gäste und kommen ins Gepräch. Im Hotel Apollon angekommen, checken wir ein und ruhen uns erstmal etwas aus.

Anschließend erkunden wir Litoměřice und sind positiv überrascht. Besonders der Friedensplatz mit seinen bunten Häusern hat uns gut gefallen. Danach schauen wir uns den St.-Stephans-Dom und den Domhügel an und besuchen die alte gotische Burg Litoměřice. Heute ist sie unter anderem für ihre Ausstellung über den böhmischen Weinbau bekannt und erinnert daran, wie lange der Weinanbau in der Region schon vorhanden ist.

Um uns über die neu gewonnen Eindrücke der heutigen Etappe austauschen zu können, haben wir in dem Restaurant Mercato, welches nur 150 m von unserem Hotel entfernt ist, sehr gut zu Abend gegessen.


✨ Unsere Highlights:
•    Der Ort Litoměřice
•    Die gotische Burg


 

Fahrrad-Rastplatz bei Melnik mit Holzunterstand und Fahrradständer am Fluss. Zwei Fahrräder geparkt, bewaldete Hügel im Hintergrund unter blauem Himmel.

Tag 5: Litoměřice - Děčín (50 km)

Auf dieser Etappe wird die Landschaft noch interessanter. Die Route führt unter anderem an Ústí nad Labem vorbei. Unterwegs liegt die Burgruine Schreckenstein hoch über der Elbe. Ein sehr imposanter Blick vom Radweg aus.

Das Wetter spielt zum Glück fast die gesamte Reise gut mit. Mit unserer Musikbox war die Stimmung unterwegs meistens gut. Man fährt, quatscht und irgendwann merkt man plötzlich, dass man schon wieder ziemlich viele Kilometer geradelt ist.

In Děčín angekommen, haben wir noch viel Zeit und schauen uns daher das große Schloss oberhalb der Elbe und den schönen Rosengarten an. Besonders beeindruckend finden wir die Lage der Stadt zwischen der Elbe und den hohen Felsen. Von der Schäferwand hat man einen richtig schönen Blick über Děčín und auf das gegenüberliegende Schloss.

Danach geht es in unser Hotel Česká Koruna. Dieses liegt direkt neben dem indischen Restaurant Taj Mahal, welches wir gleich getestet haben. Das Preis-/Leistungsverhältnis und die Qualität haben uns sehr zugesagt - eine klare Empfehlung.

Um unser Abendenprogramm brauchen wir uns heute nicht zu kümmern, denn wir haben richtig Glück mit dem Wochentag: Im Sommer findet mittwochs ein Straßenfest statt. Es wird sommerliche Musik gespielt und die Menschen tanzen gemeinsam dazu. An verschiedenen Ständen gab es Cocktails, Bier und Softdrinks. Wir sind uns am Ende einig: Das war ein richtig schöner Abschluss für diesen Tag!


✨ Unsere Highlights:
•    Die Stadt Děčín 
•    Das Straßenfest 
 


 

Blaues Ortsschild mit der Aufschrift 'OKRES DĚČÍN' an einer Straße mit Bäumen, Hügeln und einem Fußweg im Hintergrund.

Tag 6: Děčín - Pirna (ca. 45 km)

Diese Etappe ist landschaftlich für mich eine der spannendsten. Von Děčín geht es weiter in Richtung deutsche Grenze und damit hinein in die Gegend des Elbsandsteingebirges. Je näher wir Deutschland kommen, desto auffälliger werden die Felsen Rund um die Elbe. Auf der Strecke liegen unter anderem Hřensko und Bad Schandau. Auch die Festung Königstein gehört zu den bekannten Highlights der Region. Genau jetzt merkt man, wie abwechslungsreich eine Radreise eigentlich ist: Man startet in einer Großstadt wie Prag, kommt vorbei an kleine tschechische Orte, Flusslandschaften und kurz vor Dresden durchquert man die Sächsische Schweiz.

Leider regnet es an diesem Tag. Einen Teil der Strecke hätten wir mit dem Zug zurückzulegen können, entscheiden uns aber, die Etappe trotzdem komplett mit dem Fahrrad zu fahren. Unterwegs überqueren wir die Elbe zweimal mit einer Elbfähre. Eine weitere tolle Abwechslung auf dieser Etappe. Durch den Regen machen wir an diesem Tag kaum längere Pausen. 

Kurz vor der Grenze halten wir in Hřensko an einem Travel-FREE-Grenzshop an und nutzen den Stopp, um uns unterzustellen. Wir haben zwar unsere Regenklamotten an, freuen uns aber natürlich über eine trockene Pause. Als wir schließlich in unserem Hotel ankommen, sind wir ziemlich stolz darauf, die komplette Strecke trotz des Regens geschafft zu haben.

An diesem Abend haben wir im Hotel zu abend gegessen und planen den nächsten Tag. Da die Etappe nach Dresden nicht sehr lang ist, wären wir schon früh in Dresden ankommen. Die Zeit wollten wir natürlich nutzen.

 

✨ Unsere Highlights:
•    Elbsandsteingebierge
•    Hřensko, Bad Schandau und die Festung Königsteinchloss 


 

Moderne Betonbrücke mit Schild 'Hřensko-Schmilka' über einer Straße. Grüne Hügel und Fluss im Hintergrund unter bewölktem Himmel.

Tag 7: Pirna – Dresden (ca. 25 km)

Ein letztes mal heißt es: frühstücken, Sachen packen und rauf auf das Fahrrad. Die letzte Etappe ist mit ungefähr 25 Kilometern deutlich kürzer. Von Pirna geht es entlang der Elbe Richtung Dresden, unter anderem an Schloss Pillnitz und später am Blauen Wunder (Loschwitzer Brücke) vorbei. Unterwegs machen wir noch einen Stopp am Badesee Birkwitz. Bei dem heutigen schönen Wetter haben wir uns spontan ein Tretboot ausgeliehen. Eine richtig schöne Abwechslung zum Fahrradfahren und perfekt für eine Pause, bevor es für uns weiter Richtung Dresden geht. Nach den längeren Etappen davor fühlt sich die letzte Strecke fast schon entspannt an.

In Dresden angekommen, fahren wir auf direktem Wege in unser Hotel, das Maritm Hotel Dresden. In der Tiefgarage des Hotels stellen wir die Fahrräder ab und entleeren unsere Lenker- und Satteltaschen, damit sie später abgeholt werden können. Die Schlüssel geben wir an der Rezeption ab. Wir bringen unsere Sachen auf das Zimmer und erkunden noch ein wenig die Umgebung. Anschließend geht es zurück in das Hotel, wo wir uns im Wellnessbereich entspannen. Unser Abendessen haben wir in Buffetform im Hotel genossen.


✨ Unsere Highlights:
•    Schloss Pillnitz
•    Dresdener Altstadt


💡 Unser Tipp: Im Sommer Open-Air Kino an der Elbe - wirklich einzigartig!  

Historisches Semperoper-Gebäude in Dresden mit verzierter Fassade und Bogenfenstern. Eine verzierte Straßenlaterne steht im Vordergrund.

Tag 8: Zusatznacht in Dresden

Da bei der Radreise keine weitere Nacht in Dresden inkludiert ist, haben wir eine Zusatznacht dazu gebucht. Diese Stadt wollen wir uns auf keinen Fall entgehen lassen!

Das Frühstück im Hotel hat uns sehr positiv überrascht, denn die Auswahl ist wirklich riesig. Es gab Live-Cooking mit frisch zubereiteten Omeletts, verschiedene Säfte zum Selberpressen und unterschiedlichste Aufschnitte. Eigentlich alles, was man sich zum Frühstück wünschen kann. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg, um Dresden zu erkunden.

Als Erstes geht es in die historische Altstadt und zum Neumarkt mit der Frauenkirche. Von dort laufen wir weiter durch die kleinen Straßen und kommen am Fürstenzug vorbei – ein riesiges Wandbild auf dem man die sächsischen Herrscher erkennen kann. 

Anschließend schauen wir uns den Dresdner Zwinger mit seinem großen Innenhof, den Pavillons und den vielen kleinen Details an. Direkt in der Umgebung liegen auch die Semperoper, der Theaterplatz und das Residenzschloss, sodass wir ziemlich viele Sehenswürdigkeiten auf einmal sehen können. Weiter geht es vorbei an der Katholischen Hofkirche und zur Brühlschen Terrasse. Von dort haben wir einen richtig schönen Blick auf die Elbe. Viele der bekannten Sehenswürdigkeiten liegen relativ nah beieinander, somit können wir sehr viel zu Fuß entdecken. 

Am Nachmittag geht es erst einmal zurück ins Hotel. Gegen Abend laufen wir wieder in die Innenstadt und gehen bei Sfizio essen. Bei einem gemütlich Spaziergang durch die Altstadt geht es zum Hotel zurück, wie packen die ersten Sachen und nutzen ein letztes Mal den Wellnessbereich.

Am nächsten Morgen können wir noch in Ruhe frühstücken, die Koffer fertig packen, auschecken und fahren dann mit dem Zug wieder nach Hause.

 

Prächtige barocke Orgel mit Goldverzierungen und Engelsskulpturen in der Dresdner Frauenkirche mit mehreren Pfeifenreihen und aufwendigen Schnitzereien.
Hand hält einen 'I Love Dresden' Souvenirmagneten mit rotem Herz und Stadtsilhouette vor historischen Dresdner Gebäuden.

Fazit

Die Mischung aus Aktivität, Natur, verschiedenen Städten, gutem Essen, spontanen Stopps und entspannten Abenden im Hotel hat uns am Ende überzeugt. Anfängliche Bedenken, da wir noch relativ jung sind und normalerweise eher andere Arten von Urlaub machen, verschwanden schon an den ersten beiden Radetappen.

Die Radwege selbst waren größtenteils sehr angenehm zu fahren und man hat gemerkt, dass viele Abschnitte wirklich auf Radfahrer und Radtourismus eingestellt sind. Wir konnten spontan anhalten, wenn uns ein Café, Restaurant oder ein schöner Platz gefallen hat und kamen unterwegs immer wieder mit anderen Menschen ins Gespräch. Dadurch, dass wir jeden Tag an einem anderen Ort waren und so viel Neues gesehen und erlebt hatten, kam uns die Reise am Ende sogar viel länger vor, als sie eigentlich war.

Auch die Organisation der Reise hat sehr gut funktioniert wie auch der Gepäcktransport und die Navigation mit der Rückenwind-App.

Gerade diese kleinen, ungeplanten Momente haben die Reise für uns besonders gemacht. 

Für mich war die Reise daher nicht nur beruflich interessant, sondern auch persönlich eine richtig schöne Erfahrung.

 

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